Presse

Seid unserer Gründung wurden wie schon in der Chronik erwähnt ziemlcih viele Projekte realisiert.
Durch einen immer steigenden Bekanntheitsgrad wurde auch die Presse auf uns Aufmerksam.

Florian Arndt, 15, Mühlhausen
Mühlhausen ist nicht wirklich eine Stadt, in der Jugendliche viel unternehmen können. Darum haben ein paar Freunde und ich eine Filmfabrik gegründet. Dort drehen wir kleine Infofilme und Dokumentationen und bieten Jugendlichen eine sinnvolle Beschäftigung. Bei den letzten Festspielen der Stadt kam der Hauptorganisator nach einem unserer Filme und bot an, dass der MDR eine Reportage über uns macht. Das soll noch 2008 passieren und ich bin schon ziemlich aufgeregt.

Außerdem ist Florian noch Schulsprecher und Betreuer einer Jugendgruppe der Kirche.
Aus: Spiesser von Juni 2008

Hollywood in Mühlhausen
Florian und seine Freunde sind die Regisseure ihres eigenen Films: Mit der "Filmfabrik Mühlhausen" will der 16-Jährige jetzt einen eigenen Dokumentarfilm drehen. du-machst-Autor David Lojewski hat sich mit ihm unterhalten.

Hollywood ist das Synonym für erfolgreiche Filmproduktionen, hier werden Filme von Welterfolg produziert. Der Traum eines jeden Regisseurs ist es, dort einmal zu drehen. Doch es muss nicht immer Hollywood sein, denn im thüringischen Mühlhausen beginnen in Kürze ebenfalls Dreharbeiten zu einem großen Filmprojekt. Berühmte Regisseure wie Steven Spielberg oder Jerry Bruckheimer wird man hier jedoch nicht finden - dafür aber jede Menge ambitionierter Jugendlicher, die eine Dokumentation über den Klimawandel produzieren wollen.
Probieren geht über Studieren
Kopf und Leiter des Projektes ist der 16-jährige Schüler Florian Arndt. Alles begann vor vier Jahren, als er und einige Freunde eine Filmkamera in die Hand bekamen. Ein Freund war weggezogen und die Jungs wollten für ihn ein Erinnerungsstück drehen. „Aus Langeweile filmten wir einfach drauf los und fanden Spaß dran“, erzählt Florian. "Der Film zeigte 17 Minuten nur Blödsinn und Dummheiten. Wir nannten ihn dann 'Der ultimative Film'“.

Ohne dass ihnen irgendwer erklärt hätte, wie man eine Kamera bedient, ein Drehbuch schreibt oder schneidet, machten die Freunde weiter mit dem Filmen. Aus den ersten verwackelten Aufnahmen entwickelten sich schnell neue Ideen und Projekte. Etwa "Glauben Sie an Hexen?", eine Detektivgeschichte, die auf einem Text der "Drei ???" basiert, die Komödie "Die Dragischen Drei" oder der Werwolf-Film "Friedhofs-Sinfonie". In der Kreisstadt sprach sich das Projekt herum - zumal es dort außer der deutschlandweit bekannten Stadtkirmes wenig Interessantes für Jugendliche gibt, wie Florian meint. „Zum Schluss waren wir 70 Leute und jeder wollte dabei sein!“. So entstand die Filmfabrik Mühlhausen.
Scheinbar stimmte die Qualität der Hobbyproduktionen. Denn die Theaterwerkstatt 3K - Kunst, Kultur und Kommunikation wurde auf die Regiefrischlinge aufmerksam. Die Theaterleute unterstützten die Filmfabrik finanziell und sie durften ihre Produktionen, so Florian, „erstmals vor großem Publikum präsentieren.“ Zudem konnte das junge Filmteam durch die Partnerschaft schneller Kontakte knüpfen. Florian und das Team filmten für Vereine, private Personen und Firmen. „In den letzten zwei Jahren haben wir über 30 Filmprojekte gemeistert und insgesamt über 600 DVDs produziert“, erzählt er nicht ohne Stolz. Dank einer kleinen Aufwandsentschädigung war die Arbeit auch nicht ganz umsonst. Mit dem Geld und Spenden kann man sich das Equipement leisten.
Nun aber wollen die Mühlhausener endlich einen eigenen großen Film in Angriff nehmen. „Wir haben uns überlegt ein Thema zu fokussieren, das ein möglichst breites Publikum anspricht und so entschieden wir uns für das aktuelle Problem Klimawandel“, berichtet Florian. Derzeit steckt man noch in der Organisationsphase: Zehn Jugendliche kümmern sich um die internen Abläufe, wie die Monatsplanung. Andere sorgen für ein Drehbuch, die Kostüme, suchen Drehorte oder sind für das Marketing da.
Mit den Dreharbeiten für „De cealo mutato – was tust du für deine Welt?“ geht es Anfang 2009 los. Worum es geht steht auf der Homepage: "Wir möchten Menschen aus Mühlhausen dazu aufrufen, mehr auf ihre Umwelt zu achten, der Erde ihre Stimmen zu leihen – denn selber reden kann sie nicht!" Im Unterschied zu früher haben die Filmfabrik-Leute diesmal "neue Technik und wesentlich mehr Erfahrung, als noch vor vier Jahren", sagt Florian. Von professionellen Medienleuten haben sie sich Tricks und Techniken an mehreren Nachmittagen erklären lassen. Nach wie vor geht aber "Learning by Doing" vor: Selbst experimentieren und herausfinden, wie alles funktioniert. „Wir haben uns von Anfang an gesagt, dass wir keine Erwachsenen mit einbeziehen wollen!“ Warum auch, es klappt ja auch so.
Von: DavidLojewski

Wer ist eigentlich die Filmfabrik?
Filmfabrik Mühlhausen- Was hat man sich darunter vorzustellen?
Ganz einfach: Eine Gruppe von Jugendlichen zwischen 10- 16 Jahren, die sich selbstständig zusammengefunden haben und gemeinsam Filme drehen.
Die Filmfabrik an sich gibt es seit 2004, jedoch war sie zu dem Zeitpunkt noch nicht unter diesem Namen bekannt. Gegründet wurde sie von 4 Jungs, die ihrem Kumpel eine Art Andenken zum Umzug schenken wollten, und dazu ein Hörbuch der “Drei Fragezeichen” verfilmten. Den 4 Jungen schlossen sich immer mehr Jugendliche an. Momentan sind es schon 70 Teilnehmer.
“Und wer leitet diese Gruppe an?” Das mag sich jetzt manch einer fragen.
Die Antwort: Die Jugendlichen selbst, ohne die Hilfe von Erwachsenen.
Es gibt ein Leitungsteam von 10 Personen, welches die Erwachsenen ersetzt. Hauptleiter ist Florian Arndt (15). Es entstanden bereits 3 Filme, die in einem kleineren Rahmen (Publikum von ca. 100 Leuten pro Film) präsentiert wurden. Doch mittlerweile bleibt es nicht nur beim Filmen. Die Aufträge nahmen mit der Zeit immer mehr zu. So arbeitete die Filmfabrik bereits mit der evangelischen und katholischen Kirche, dem Evangelischen Gymnasium Mülhausen, der Stadt Mühlhausen und dem 3K zusammen.
Aktueller Auftrag sind die 15. Thüringer Schultheatertage, an denen ein Teil der Gruppe Theaterkritiken schreibt und ein anderer Teil ein Atmosphärevideo erstellt.
Na, neugierig geworden? Dann besucht doch unsere Homepage www.filmfabrikmuehlhausen.de
Wollt ihr vielleicht selber mitmachen? Dann meldet euch bei Florian Arndt. Kontaktdaten findet ihr auf der Homepage.
Mariam
Aus: nullachtfünf10 - Die Zeitung der 15. Schultheatertage Mühlhausen





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Aus der Thüringer Allgemeine